Haben Sie schon den Schattenbericht der Nationalen Armutskonferenz gelesen? Oder das neue Guachten zur sozialen Lage in Deutschland?

Oxfam: Die 5 reichsten Deutschen besitzen so viel wie 40% der Bevölkerung
Nach aktuellen Oxfam-Zahlen wiegt allein das Vermögen der fünf reichsten Deutschen das der untersten 40 Prozent der Bevölkerung auf, das Vermögen des reichsten Prozents sogar das von 80 Prozent der Deutschen.

 

Um auf das Vermögen eines der fünf reichsten Deutschen zu kommen, helfen uns keine Lebensversicherungen und Sparpläne – man müsste fast 60 Jahre lang jeden Monat einen Rekord-Jackpot im Lotto gewinnen.

 

Das Vermögen des reichsten Prozents wäre genug, die deutschen Staatsschulden komplett zu bezahlen, für den Bundeshaushalt 2014 aufzukommen und noch genug Geld übrigzuhaben, um ein Jahr lang die gesetzlichen Krankenversicherungen vollständig zu finanzieren. Diese soziale Ungleichheit ist erschreckend. Sie ist strukturell verknüpft mit der globalen sozialen Ungleichheit, und sie hat ein Maß erreicht, das die wirtschaftliche Entwicklung bedroht und die Grundlagen des sozialen Zusammenhalts untergräbt. ( mehr )  Quelle: Oxfam Deutschland        01 | Juli | 2014         Dazu: Die Reichen und der Rest: Oxfam kritisiert soziale Ungleichheit in Deutschland [PDF - 358 KB]

In Europa stehen elf Millionen Wohnungen leer
Könnten alle Obdachlosen in die europaweit leer stehenden Wohnungen ziehen – es gäbe keine mehr. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfangreiche Recherche des britischen Guardian. Demnach stehen in den EU-Ländern insgesamt mehr als elf Millionen Wohnungen leer. Genug Platz, um den nach EU-Angaben 4,1 Millionen Wohnungslosen theoretisch mehr als ein Dach über dem Kopf zu bieten.
In Deutschland sind es demnach beispielsweise etwa 1,8 Millionen Wohnungen, die leer stehen. Quelle: SZ

Gutachten zur sozialen Lage in Deutschland: Steigender Reichtum, wachsende Spaltung ? Paritätischer fordert Kurswechsel

Pressemeldung  Von: Gwendolyn Stilling / 24.04.2014

Nach einem aktuellen Gutachten des Paritätischen Gesamtverbandes hat die soziale Spaltung in Deutschland deutlich zugenommen. Immer weniger Menschen haben am wachsenden Wohlstand teil, immer größer werde die Kluft zwischen Arm und Reich. Die Analyse ausgewählter Kennziffern ergebe, dass der soziale Zusammenhalt in Deutschland akut gefährdet sei. Der Verband fordert die Bundesregierung auf, das weitere Auseinanderdriften der Gesellschaft zu stoppen. Notwendig seien ein sozialpolitischer Kurswechsel und eine andere Steuerpolitik.


„Uns geht es darum, ein Korrektiv zur einseitigen ökonomistischen Perspektive des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu etablieren. Denn: Deutschland ist nicht nur Wirtschaftsstandort, sondern vor allem Lebensstandort“, erläutert Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes, anlässlich der Vorstellung des ersten Jahresgutachtens zur Entwicklung des sozialen Zusammenhalts in Deutschland, das der Verband ab sofort in jedem Frühjahr vorlegen wird.


Die Ergebnisse seien alarmierend. „Hinter den volkswirtschaftlichen Erfolgsbilanzen verbirgt sich eine fortschreitende Spaltung der Gesellschaft. Immer größere Bevölkerungsgruppen werden sozial abgehängt, der Trend ist bedrohlich", bilanziert Dr. Joachim Rock, Verfasser des Gutachtens. Noch nie habe es so viele Erwerbstätige gegeben, aber ebenfalls noch nie so viele prekäre Tätigkeiten und Teilzeitbeschäftigungen. Zudem stagniere laut Gutachten die Zahl der Langzeitarbeitslosen trotz guter Wirtschaftslage auf hohem Niveau und auch die Armutsquote habe einen Höchststand erreicht.

„Das soziale Bindegewebe, der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält, bröckelt. Diese Entwicklung gefährdet langfristig auch den Wirtschaftsstandort Deutschland“, warnt Verbandsvorsitzender Rosenbrock. Aus dem Gutachten erwachse die deutliche Mahnung an die Bundesregierung, einen politischen Kurswechsel vorzunehmen: „Wir brauchen eine entschlossene Politik der Arbeitsförderung und konkrete Maßnahmen gegen Armut und Ausgrenzung. Dies ist auch eine Frage des Geldes. Wer die soziale Spaltung wirklich bekämpfen will, kommt um einen steuerpolitischen Kurswechsel zurück zu einer solidarischen Finanzierung unseres Gemeinwesens nicht herum.“

Das Gutachten „Das Soziale – in der Krise? Paritätisches Jahresgutachten 2014“ sowie das Pressestatement von Prof. Dr. Rolf Rosenbrock anlässlich der Präsentation des Gutachtens in Berlin finden Sie hier:  http://www.der-paritaetische.de/startseite/artikel/news/gutachten-zur-sozialen-lage-in-deutschland-steigender-reichtum-wachsende-spaltung-paritaetischer/

Gutachten des Paritätischen Gesamtverbandes, Das soziale in der Krise?
Gutachten - Das soziale in der Krise....[...]
PDF-Dokument [286.8 KB]

Armut und Reichtum

Richard Wilkinson: Ungleichheit – worüber wir sprechen müssen
Quelle: Der Paritätische via YouTube

Ungleichheit verringern – Gesundheit nachhaltig fördern!


Der Vorsitzende des Paritätischen Gesamtverbandes Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, zur Einführung in den Kongress ,, Armut und Gesundheit’’ am 13. März 2014 in der Technischen Universität Berlin. http://www.youtube.com/watch?v=T4CQ2nABINg&list=UURAfDLubuc6nqIJa6nKqbfQ

Ergänzend zum Thema auf den NachDenkSeiten: Jens Wernicke: Armut macht krank – Krankheit macht arm

Lars Distelhorst

Leistung

Das Endstadium der Ideologie

Der Begriff »Leistung« ist in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft omnipräsent. Doch auf die Frage, was Leistung ist, folgt in der Regel Schweigen. Lars Distelhorst geht in seinem Essay dieser Leerstelle auf den Grund und vermag so eine tiefgehende Kritik an der »Leistungsgesellschaft« zu üben. Er zeigt: Jede Rede von Leistung mündet in einen unauflösbaren Widerspruch. Was hinter dem Leistungsbegriff liegt, ist nicht weniger als die Leere einer Gesellschaft, deren Zentrum in der Akkumulationsbewegung des Kapitals zu suchen ist, während sie die letzten Karten der Ideologie spielt.  http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-2597-4/leistung

UN-Fachleute fordern mehr Engagement gegen Kinderarmut in Deutschland

GENF (dpa-AFX) - UN-Kinderrechtsexperten haben von der Bundesregierung mehr Engagement gegen Kinderarmut gefordert. So müssten die Leistungen für ökonomisch benachteiligte Familien erhöht werden, um Kindern einen angemessenen Lebensstandard zu ermöglichen. Das geht aus den Empfehlungen des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes hervor, die am Mittwoch in Genf vorgestellt wurden. Stand: 05.02.2014 http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/UN-Fachleute-fordern-mehr-Engagement-gegen-Kinderarmut-in-Deutschland-3278340

„Bettler und Obdachlose wurden wieder zu einem gewohnten Bild in den städtischen Zentren“
Die Armut hat in Deutschland seit 2005 bedrohliche Formen angenommen: Laut offiziellen Angaben lebten 2013 in Deutschland 12 Millionen Menschen in Armut oder galten als armutsgefährdet. 2,5 Millionen Kinder befanden sich in Einkommensarmut. 8 Millionen verdienten sich ihren Lebensunterhalt im Billiglohnbereich. 25 Prozent der Beschäftigten lebten von sogenannten prekären Jobs.
Werner Seppmann über Hartz IV und die politisch gewollte Armut in Deutschland
Quelle 1: Telepolis – Teil 1 (“Bettler und Obdachlose wurden wieder zu einem gewohnten Bild in den städtischen Zentren”)
Quelle 2: Telepolis – Teil 2 (“Auf Basis der Steuergesetze von 1998 wären über 50 Milliarden mehr in den Staatskassen gelandet”)
Quelle 3: Telepolis – Teil 3 (“Keynesianismus für die Reichen”)

Armut auf Rekordhoch: Paritätischer und Nationale Armutskonferenz warnen vor sozialer Verödung ganzer Regionen
Vor der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich und der sozialen Verödung ganzer Regionen warnt der Paritätische Wohlfahrtsverband anlässlich der Veröffentlichung seines Armutsberichts 2013. Mit 15,2 Prozent habe die Armut in Deutschland ein neues Rekordhoch erreicht, die soziale und regionale Zerrissenheit habe dabei dramatisch zugenommen. (…) Die Kluft zwischen bundesdeutschen Wohlstandsregionen auf der einen und Armutsregionen auf der anderen Seite wächst stetig und deutlich. Deutschland war noch nie so gespalten wie heute“, so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. (…)

„Der Bericht zeigt, dass wir in Deutschland weiter von einer chancengerechten Gesellschaft entfernt sind, als je zuvor“, so Sprecher Joachim Speicher. In einem Sechs-Punkte-Katalog fordert die Nationale Armutskonferenz zur Armutsbekämpfung unter anderem eine bedarfsgerechte Erhöhung der Regelsätze, Beschäftigungsangebote für Langzeitarbeitslose sowie eine Stärkung des sozialen Wohnungsbaus.
Quelle 1: Pressemitteilung des Paritätischen vom 19.12.2013
Quelle 2: Bericht zur regionalen Armutsentwicklung in Deutschland 2013 [PDF - 1.8 MB]

Ich bin bei Gesprächen oftmals überrascht und erschüttert; mit welcher Selbstverständlichkeit (Resignation... Fatalismus...) vernunftbegabte Menschen (’’das sogenannte gebildete Bürgertum’’) die massiven Menschen- und Grundrechtsverletzungen - als auch die zunehmende Ausgrenzung und Altersarmut in unserer Gesellschaft, einfach wie ein physikalisches Gesetz hinnehmen, ohne diese in irgend einer weise zu hinterfragen… bzw. sich dagegen aufzulehnen… oder eine menschenrechtskonforme Politik zu fordern. (…)

Wem nützt die Armut in Deutschland?

Armutskonferenz der RLS-NRW

Am 23.11.2013 veranstaltete die Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW eine Armutskonferenz. „Uns geht es doch gut" -- beruhigt Bundeskanzlerin Angela Merkel die Deutschen mit Blick auf die grassierende Verelendung in anderen EU-Staaten. Doch tatsächlich hat sich die Armut auch bei uns verschärft, bei Arbeitslosen, Rentnern, Grundsicherungsbeziehenden genauso wie bei Beschäftigen.Armut ist kein Betriebsunfall, sondern sie scheint systemnotwendig in der „Wettbewerbsgesellschaft". Interviews mit Prof. Dr. Heinz Sünker, Prof. Dr. Helga Spindler, Dr. Rudolf Martens, Prof. Dr. Michael Vester, Prof. Dr. Klaus Dörre, Prof. Dr. Stefan Selke, und Martin Behrsing.

http://www.youtube.com/watch?v=EMJzE2mT2Yc#t=100

 

Das „Unwort des Jahres 2013” lautet Sozialtourismus.

 

Das Grundwort „Tourismus“ suggeriert in Verdrehung der offenkundigen Tatsachen eine dem Vergnügen und der Erholung dienende Reisetätigkeit. (…)

Dies diskriminiert Menschen, die aus purer Not in Deutschland eine bessere

Zukunft suchen, und verschleiert ihr prinzipielles Recht hierzu. (…)

http://www.unwortdesjahres.net/

Jeder 10. Wohnungslose ist minderjährig

 

Mehr Menschen in Deutschland leben auf der Straße

Die Zahl der Wohnungslosen ist binnen zwei Jahren um 15 Prozent auf 248.000 im Jahr 2012 angestiegen. Darauf wies der Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W), Thomas Specht, hin. Hohe Mietpreise in Ballungsräumen und ein unzureichendes Angebot an preiswertem Wohnraum,Verarmung der unteren Einkommensgruppen und Fehlentscheidungen bei Hartz-IV-Fällen führten zu diesem "drastischen Anstieg" der Zahl der Wohnungslosen, sagte Specht in Berlin.

http://www.tagesschau.de/inland/wohnungslosenhilfe100.html 

Stand: 01.08.2013

Jede zweite Rente war 2012 niedriger als Hartz IV

Die gesetzliche Rente allein sichert für viele Ruheständler kaum das nötigste
zum Leben. Laut einer Statistik der Deutschen Rentenversicherung belief sich im vergangenen Jahr fast jede zweite Rente auf weniger als 700 Euro, wie die „Bild“-Zeitung (Dienstag) berichtet. 48,21 Prozent der Alters- und
Erwerbsunfähigkeitsrentner erhielten demnach 2012 weniger als die Summe, die Senioren im Schnitt als Grundsicherung im Alter inklusive Miete und Heizung zusteht.
Quelle: FAZ 11. Juni 2013

Studie zur Zeitarbeit – Zeitarbeit ist kein Sprungbrett
Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) zeigt: Nur wenige Zeitarbeiter finden Beschäftigung in einem regulären Job. Die meisten bleiben Leiharbeiter. Die Ergebnisse sind brisant: Denn Politik wie Arbeitgeber sagen der Zeitarbeit häufig eine Brückenfunktion nach, die die Zeitarbeit laut Studie nicht hat.

In der Gruppe jener, die als Leiharbeiter anheuerten, „konnten wir keine erhöhte Wahrscheinlichkeit für die Aufnahme einer regulären Beschäftigung feststellen“, so Garloff. Zeitarbeit sei also weder eine Brücke in reguläre Jobs noch gebe es einen Klebeeffekt. Quelle: FR  Stand April 2014

Ist Selbstbedienung Selbstausbeutung?

Warum bekommt der Kunde keine leistungsgerechte Entlohnung?

 

Kundenarbeit – Die unbezahlte Dienstleistung
Die Dokumentation “Kundenarbeit” zeigt in zahlreichen Alltagssituationen, wie der Kunde unentgeltlich arbeitet. Die Geschichte der Kundenarbeit wird exemplarisch am Beispiel “Supermarkt” erzählt. Einst war es geradezu verpönt, als Kunde Ware in die Hand zu nehmen, geschweige denn sie zu verpacken. Heute träumen die Handelsketten vom personalfreien Supermarkt. Träger eines der wichtigsten Innovationspreise 2013 ist denn auch ein Unternehmen, das die
Supermarktkassen abschaffen will – und diese Arbeit ins Smartphone der Kunden integriert. Quelle: zdf info oder http://www.youtube.com/watch?v=nNCuovR2ZTI
 

Buchtipp: Der arbeitende Kunde: Wenn Konsumenten zu unbezahlten Mitarbeitern werden

Der Kunde ist heute selbstbestimmter, informierter, aktiver, er ist stärker Subjekt als vorher. Zugleich unterliegt der Konsument aber einer Entfremdung: Er hat gar keine Wahl, selbst wenn es ihn überfordert, er muss »mitarbeiten«, Beratung entfällt. Mit ihren amüsanten Exkursen zu Lust und Frust des arbeitenden Kunden, verknüpft mit scharfsinnigen soziologischen Analysen, regen die Autoren zum Nachdenken an: Wohin mag dies alles führen – und wollen wir das wirklich?http://www.campus.de/buecher/wissenschaft/soziologie/der_arbeitende_kunde-2542.html

Die im Schatten sieht man nicht - Armut in Deutschland

Schattenbericht der Nationalen Armutskonferenz Sonderausgabe Oktober 2012 (Zeitung Strassenfeger).


Die Reputation der Tafeln wird von Unternehmen zur Imagepflege und zur Gewinnsteigerung missbraucht

Das Image der Wirtschaft hat in den letzten Jahren gelitten. Massenentlassungen trotz hoher Gewinne, Lohnsenkungen, Leiharbeit, befristete Arbeitsverhältnisse, bei exorbitanten Managergehältern und millionenschweren Abfindungen, Korruptionsskandale oder das
Ausnutzen von Steuerschlupflöchern haben das Ansehen der Wirtschaft in der Öffentlichkeit geschädigt. Das Engagement bei den Tafeln ist für viele
Unternehmen eine Chance ohne großen Kostenaufwand ihr soziales Ansehen wieder aufzumöbeln. Der Imagegewinn ist enorm.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=18264#more-18264   / 12. August 2013

Achtung Falschmeldung: „Armutsrisikoquote junger
Erwachsener liegt unter 10 %“



„Die Armutsrisikoquote junger Erwachsener zwischen 18 und 24 Jahren liegt unter zehn Prozent. Darüber informiert die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/12022) auf eine Kleine Anfrage (17/11639) der Fraktion Die Linke. Insgesamt 9,7 Prozent dieser Altersgruppe waren 2010 vom Armutsrisiko betroffen: 9,3 Prozent der männlichen und 10,2 Prozent der weiblichen jungen Erwachsenen.“ So lautet die Pressemitteilung des Deutschen Bundestags.

*** Diese Meldung ist schlicht falsch. Aus der Antwort der Bundesregierung (S. 3) [PDF - 2 MB] ergibt sich, dass ausschließlich das „Armutsrisiko von Arbeitnehmern im Alter von 18 bis 24 Jahren“ im angegebenen Prozentbereich liegt. Damit wird die Erfolgsmeldung aber zur Misserfolgsmeldung. Heißt das doch, dass selbst unter den jungen Leuten dieser Altersgruppe, die eine Arbeit haben zehn Prozent so wenig Einkommen haben, dass für sie ein
Armutsrisiko besteht. Von Wolfgang Lieb

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Januar 2013

Sind wir die Bundesagentur für Arbeit Teil des Problems?

 

Steuern nach Zahlen ist wie Malen nach Zahlen. Es kommt keine Qualität zustande. Wir müssen aufhören, die Führungsleistung in erster Linie an Zahlen festzumachen.

Eine schonungslose Analyse von Eberhard Einsiedler des Hauptpersonalrats der Bundesagentur für Arbeit.

“lm Zeitvergleich der vergangenen 5 Jahre (2007 – 2011) lässt sich … feststellen:
Vermittlungsvorschläge sind mehr Masse statt Klasse.



 *** Die Anzahl der Vermittlungsvorschläge in Leiharbeit hat sich mit knapp 9 Mio. mehr als verdreifacht (276%).

 

In den letzten 10 Jahren haben sich die Gwichte einseitig zu Gunsten der Marktorientierung verschoben. Zahlen sind zur normativen Ziel- und Richtgröße nicht nur der Führungsimpulse geworden, sondern auch der Entscheidungen in den Beratungs- und Vermittlungsinteraktionen.

 

*** Wir spielen Unternehmen, und das mit erheblichem Aufwand. Aber wir sind weder die Deutsche Bank, noch Porsche, noch Aldi.

 

Es ist an der Zeit, die Diskussion wieder aufzunehmen, wer wir sind, wohin wir wollen und welche Ziele wir mit unserer Arbeit verfolgen.

Quelle: Diskussionspapier „Perspektive Qualität“ des Vorsitzenden des Hauptpersonalrats, Eberhard Einsiedler, Nürnberg im Oktober 2012 [PDF - 9.5 MB]

 





"Wir haben Armut auf Rekordniveau"

Der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert ein milliardenschweres
Sofortprogramm gegen Armut in Deutschland. Der Gesamtverband legt
seinen neuen Armutsbericht vor, in dem es diesmal um die regionale
Armutsentwicklung in Deutschland geht. (Tagesschau)

Jeder sechste Deutsche von Armut bedroht

Während 2007 noch 15 Prozent als armutsgefährdet galten, stieg der Wert 2008 auf 15,5 Prozent und im Jahr 2009 erneut auf 15,6 Prozent.
Hintergrund aktuell, 28.03.2012 (Bundeszentrale für politische Bildung).

Armut in Deutschland

Das Online-Angebot "Zahlen und Fakten" liefert in Schaubildern einen
Überblick über die Armut in Deutschland. (Bundeszentrale für politische Bildung)

Hartz IV für alle?

By ebo on 9.Januar 2013in Allgemein,EU-Kommission

Der neue EU-Sozialbericht offenbart den Niedergang des
Modells Europa
. Im Süden wächst die Armut, im Norden die Ungleichheit, Besserung ist nicht in Sicht. Dennoch freuen sich die Arbeitgeber über den Report – und behaupten, Brüssel
stelle Deutschland “ein gutes Zeugnis” aus. Kommt nun Hartz für alle?

http://lostineu.eu/hartz-iv-fur-alle

 

 

Wir müssen leider draußen bleiben

Die neue Armut in der Konsumgesellschaft

Kathrin Hartmann

Solidarität war gestern – Leben in einem gespaltenen Land

Immer mehr Bürger in Deutschland sind vom wirtschaftlichen Reichtum des Landes ausgeschlossen. Nicht nur Arbeitslose oder Rentner, auch viele Menschen, die sich in einer Endlosspirale von Billigjobs und Zeitarbeit befinden. Früher konnten sie sich nicht nur der sozialstaatlichen Unterstützung, sondern auch einer gewissen Solidarität sicher sein. Doch damit ist es nun vorbei. Wer nicht mehr mitkommt in unserer Wirtschaft, ist selber schuld. Reflexhaft werden ihm Bildung, soziale Kompetenz oder gar der Arbeitswille abgesprochen. "... Kathrin Hartmann [hat] einen der ehrlichsten und bedeutendsten Beiträge zur Gesellschaftsdebatte geliefert, die wir in den vergangenen zehn Jahren lesen
durften." Ulrich Brömmling, Süddeutsche Zeitung

http://www.randomhouse.de/Paperback/Wir-muessen-leider-draussen-bleiben-Die-neue-Armut-in-der-Konsumgesellschaft/Kathrin-Hartmann/e380628.rhd

 

 

Äußerungen geben immer die Positionen und Auffassungen der Ursprungsquelle wieder: Das Institut für Ernährung & Gesundheitsmanagement macht sich Positionen und Äußerungen aus verlinkten Artikeln, Berichten oder Dokumentationen nicht zwingend zu eigen. Sie sollen aber immer zum Nachdenken anregen. (...)

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