Wir informieren zur Gesundheitsförderung...

,,Der Erfolgreichste im Leben ist der, der am besten informiert wird.“ (Benjamin Disraeli)

Frontal 21: Tödliche Keime – Krankenhäuser sparen, Patienten sterben

Jedes Jahr sterben schätzungsweise 20.000 bis 40.000 Menschen durch Krankenhauskeime, etwa 500.000 bis eine Million Patienten infizieren sich - trotz bekannter Ursachen und strenger Gesetze. Eigentlich wäre Hygiene das oberste Gebot. Doch das kostet Zeit und Geld, daran scheitern offenbar auch große Kliniken immer wieder. Der jüngste Fall: das Universitätsklinikum in Kiel. Dort schlug in diesen Tagen die Gewerkschaft ver.di Alarm. Zu wenige Pflegekräfte seien für zu viele Patienten auf einer Intensivstation tätig. Da bleibe oft keine Zeit zur notwenigen Desinfektion, wie Insider Frontal21 berichten. Die fatalen Folgen: Bei 31 Patienten wurden multiresistente Keime festgestellt. Davon sind mittlerweile 13 gestorben. Dabei hatten vergangene Krankenhausskandale zu neuen Hygienestandards geführt. Doch offensichtlich werden die meist nicht eingehalten. http://www.zdf.de/frontal-21/die-themen-der-frontal21-sendung-vom-17.-februar-2015-37200506.html

 

Daten der Kassenversicherten sind die neue Währung!

 

Goldgräberstimmung
Mit gierigen Augen starren die Unternehmen auf jedwede Möglichkeit, Daten zu ergattern. Das neue E-Health-Gesetz, das am 1. Januar 2016 in Kraft getreten ist, scheint diese Gier zu befeuern. Schon eine Woche nach Verabschiedung des Gesetzes meldete SAP, ein Anbieter für Unternehmenssoftware, mit einer neuen Software würden Daten unter anderem aus der medizinischen Forschung und aus elektronischen Patientenakten besser als bisher nutzbar. Mit diesem Programm kämen sie einem lückenlosen Gesundheitsnetzwerk noch näher. Im Interesse der Gesundheit – versteht sich.
Der Chef der Techniker Krankenkasse hofft darauf, die Daten, die von Fitness-Armbändern und Wearables gemessen werden, mit Hilfe der elektronischen Gesundheitskarte speichern zu können. Er phantasiert, diese Daten könnten zugleich von den Kassen verwaltet werden. Im Interesse der Versicherten – versteht sich. Die AOK Nordost bezuschusst den Kauf einer Apple Watch als Fitness-Tracker bereits mit 50 Euro – (noch) ohne die Daten auch selbst zu sammeln. Die Krankenkassen wollen jene Bürger für die eigene Kasse gewinnen, die die ständige Selbstkontrolle schon zum eigenen Maßstab gemacht haben. Das sind statistisch eher die jüngeren, die fitteren und die besser gebildeten, ergo die Gesünderen und die besser Verdienenden. Genau um dieses Klientel konkurrieren die Krankenkassen.
Quelle: Grundrechtekomitee

Digitalisierte Patienten - verkaufte Krankheiten

Elektronische Gesundheitskarte und die Kommerzialisierung des Gesundheitswesens
Die elektronische Gesundheitskarte soll mit großem Aufwand und unter Zwang noch in 2011 durchgesetzt werden. Dieses Buch bietet eine Fülle von Hintergrund­informationen zur ärztlichen Praxis, zu Entwicklungslinien im Gesundheitssystem, zum Schutz und zur Gefährdung von Patientendaten und zur bürokratischen Konzeption der eGK und begründet damit Protest und Widerstand. // ISBN 978-3-88906-136-2; 192 Seiten, Köln 2011
http://www.grundrechtekomitee.de/node/388

Krankheitsfördernde Aspekte

 

I. Soziokulturelle Teilhabe ist Voraussetzung für Gesundheit

>> In seinem Vortrag erläuterte Prof. Rolf Rosenbrock einige Grundannahmen. Gesundheit entstehe nicht in erster Linie durch medizinisch-technischen Fortschritt, sondern durch die Verbesserung der Gesamtbedingungen. So sank die Anzahl der Tuberkulosefälle ab Beginn des 19. Jahrhunderts deutlich, obwohl erst 1943 ein Antibiotikum zur Verfügung stand. Der Grund für den Rückgang war die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Wohnverhältnisse und Ernährung. Nach Rosenbrocks Berechnungen liegt der Beitrag der Medizin zur Eindämmung chronisch degenerativer Krankheiten seit 1950 bei Frauen bei 20-40 %, bei Männern nur bei 10 %. Der World Health Summit aber behaupte die Dominanz der Medizin für das gesundheitliche Geschehen. Damit liegt er im Trend: Nur 1,7 Promille der Ausgaben der Krankenkassen werden für Primärprävention verwandt.

Die beste Primärprävention ist soziale Gerechtigkeit. Rosenbrock wies auf die
Erkenntnisse des Buches „Gleichheit ist Glück“ der US-amerikanischen Wissenschaftler Kate Pickett und Richard Wilkinson hin: Je gerechter die Einkommen in einer Gesellschaft verteilt würden, umso gesünder seien die Menschen – und zwar nicht etwa nur gesamtgesellschaftlich, weil es weniger Arme gebe. Auch die Reichen würden weniger krank. Doch diese Erkenntnis werde nicht umgesetzt, sondern im Gegenteil immer mehr „auf den einzelnen Fall und die Herzklappe“ geschaut, sagte Rosenbrock. Das sei im Interesse des medizinisch-industriellen Komplexes. Es ginge darum, Produkte zu bieten, die vermarktbar seien. Public Health erschaffe keine solchen Produkte <<.
(1)      

II. OECD: Stärkste Bildungsbenachteiligung in USA und Deutschland

>> Die sogenannte PISA für Erwachsene-Studie bestätigt die allererste PISA-Studie: Die Bildungskompetenzen der Deutschen liegen im Mittelfeld der OECD-Staaten, sind aber extrem abhängig von der sozialen Herkunft. Nur die USA hat eine stärkere Abhängigkeit der gemessenen Bildungskompetenz von der sozialen Herkunft ihrer Bewohner*innen als Deutschland.

Die neue OECD-Studie reiht sich also ein in einer Reihe dutzender von Studien, die belegen, dass in Deutschland gegen das Grundgesetz verstoßen wird. Niemand darf aufgrund seiner sozialen Herkunft benachteiligt werden. Diese Benachteiligung wurde vor mehr als zehn Jahren mit der ersten PISA-Studie konstatiert. Sie hätte zu einem sofortigen und verantwortlichen Handeln führen müssen. Stattdessen wurde mit der Einführung der nachhaltigen Familienpolitik das sozialkompensatorische Erziehungsgeld für ärmere Familien gestrichen. Mit dem Bologna-Prozess wurde das Hochschulsystem mit dem Bachelor-Master-Übergang selektiver gestaltet – die dort geforderte “Soziale Dimension” wurde nicht mal ansatzweise umgesetzt. Im Schulsystem ist durch verschiedene Maßnahmen (G8) der Bildungsauftrag der Schule zunehmend auf außerschulische Nachhilfe ausgelagert worden. Es gilt nach wie vor, was in einer UNICEF-Studie Disadvantages in Rich Nations bereits vor zehn Jahren benannt wurde mit den Worten: “Germany: Children Sorted For A Life“.

Bildungsbenachteiligung und Einkommens-, Arbeitslosigkeits-, Gesundheits-, Partizipationsfolgen

Da dieser Zusammenhang so eng und schwer veränderbar ist, wurde oftmals
versucht, die Konsequenzen dieses Zusammenhangs zu bagatellisieren. So könne
man niemanden vorschreiben, studieren zu müssen. Außerdem hätten wir in
Deutschland eine duale Ausbildung, auch wenn es einen großen Zusammenhang
zwischen sozialer Herkunft und Bildung gäbe, so könnten dennoch auch diejenigen mit sogenannter “niedriger” Herkunft in
Deutschland Karriere machen. Und eine Handwerkerlehre sei ja nicht schlimmer als eine Unikarriere. Auch hier hat die OECD-Studie Abhängigkeiten untersucht. Danach ist nicht nur der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungskompetenz höher als allen anderen Staaten (außer der USA) in den Industriestaaten, sondern in Deutschland gibt es zudem einen überproportional engen Zusammenhang
von Bildungskompetenz und Einkommen und Arbeitslosigkeit:



“PIAAC bietet nicht nur eine Bestandsaufnahme über die Kompetenzen Erwachsener, die Studie erfasst auch, wie und wo spezifische Fähigkeiten im Leben der Menschen eine Rolle spielen. Was Menschen können und wie sie ihr Können umsetzen, beeinflusst ihre Lebensqualität entscheidend.

 

So ist etwa der mittlere Stundenlohn von Arbeitskräften, die in der Lage sind, beim Lesetest komplexe Schlussfolgerungen zu ziehen und Argumente zu prüfen (Stufe 4/5), im OECD-Schnitt über 60 Prozent höher als der von Arbeitskräften, die lediglich die Kompetenzstufe 1 oder weniger erreichen. In Deutschland und Österreich ist dieser Zusammenhang sogar noch stärker ausgeprägt als in vielen anderen Teilnehmerländern (Abb. 6.4). Auch die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen eine Arbeit haben, steigt mit den Kompetenzen. Für Testpersonen, die im Lesen Stufe 4 oder 5 erreichen, ist sie im OECD-Schnitt fast doppelt so hoch wie für jene auf Stufe 1, in Deutschland liegt sie fast vier Mal höher.”



Und sie partizipieren weniger an politischen Prozessen. Und sie haben häufiger Misstrauen gegenüber anderen Menschen – wer kann es ihnen verdenken, wenn wir berücksichtigen, dass sie nicht nur benachteiligt, sondern in den Medien und durch Politikersprüche massiv gebasht werden <<. (2)

 

III. Die Politik des Lohndumpings ist ein Verstoß gegen die Europäische Sozialcharta

>> Wie der Spiegel berichtete, sieht die schwarz-gelbe Koalition keinen Handlungsbedarf beim Thema Lohndumping - obwohl das Land seit Jahren gegen das in der Europäischen Sozialcharta verankerte Recht auf ein angemessenes Arbeitsentgelt verstößt. 2010 war Deutschland dafür gerügt worden.

Die Europäische Sozialcharta ist ein Abkommen über soziale
Rechte, das 1961 von verschiedenen Staaten unterzeichnet wurde - darunter auch
Deutschland. Laut dem Bericht des Ausschusses für Soziale Rechte verstößt die
Bundesrepublik gegen das Recht der Arbeitnehmer auf ein angemessenes
Arbeitsentgelt. Dieses muss ausreichen, um den Arbeitnehmern und ihren Familien einen angemessenen Lebensstandard zu sichern.

 



Der Ausschuss berief sich dabei auf den Fall eines Alleinstehenden aus
dem Jahr 2006. Dieser hatte den Angaben zufolge nur einen Nettolohn von 881
Euro bekommen, dieser habe aber nur bei 48 Prozent des durchschnittlichen
Nettolohns gelegen. Damit würde "die
Lage in Deutschland nicht den Bestimmungen von Artikel 4, Absatz 1 der Charta" entsprechen, "da das niedrigste gezahlte Arbeitsentgelt offenkundig nicht gerecht ist", hieß es in der Rüge.

Die Bundesregierung lässt in ihrer Antwort unbeantwortet, wie sie sich zu dieser Rüge verhält. Sie weist lediglich darauf hin, dass in Deutschland "Arbeitnehmer, die ihren bzw. den Lebensunterhalt ihrer Familie nicht durch Erwerbseinkommen bestreiten können, ergänzendes Arbeitslosengeld II" (Hartz IV) erhalten und damit eine "ökonomische und soziale Absicherung aller Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer […] unabhängig von der Höhe des Erwerbseinkommens garantiert"
sei <<.
(3)



IV. Unterwerfung unter das Diktatde Erfolgs             
>> Die Politik glaubt, mit der Etablierung ökonomischer Begrifflichkeiten würden viele Probleme gelöst. Sie glaubt, aus Patienten Kunden machen zu können; sie verkauft diesen neuen Kundenstatus mit dem Slogan „Freiheit für den Patienten“. Hinter dieser Freiheitssemantik verbirgt sich aber die Tendenz, alle Verantwortung dem Patienten überzustülpen. Der Patient erhält die Verantwortung, sich zu
informieren und eine für sich gute Entscheidung zu fällen. Wenn es schiefgeht,
fällt das auf den Patienten zurück, weil er sich als mündiger Bürger nicht
ausreichend informiert hat. Ein solch euphemistisch verbrämter Umgang mit
kranken Menschen ist nichts anderes als eine subtile Form der Entsolidarisierung.

 

Wenn der Patient, wie die Politik es so gerne möchte, ein Kunde sein soll, dann hat das zur Folge, dass man diesem Kunden ja nicht primär hilft, sondern ihm zunächst einmal etwas verkauft – ob ihm aber tatsächlich geholfen wird, ist nicht
ausgemacht. Das ist die letzte Konsequenz einer komplett ökonomisierten
Medizin. Und konsequent ist dann auch: Geholfen wird nicht mehr allen, sondern
nur noch dann, wenn es sich lohnt. Die eigentliche Kunst einer ökonomisierten
Medizin besteht darin, eine gute Patientenselektion zu erreichen, Patienten zu
akquirieren, die eine gute Bilanz versprechen, Patienten, die für eine gute
Statistik taugen und denen man womöglich noch Zusatzleistungen anbieten kann.

Diejenigen, die in weniger gut lösbaren Problemlagen stecken, werden als zu risikoreich eingestuft und daher eher gemieden und weiter marginalisiert. Denn wenn eine nennenswerte Verbesserung nicht rasch und komplikationslos erreicht werden kann, dann erscheint jeder Einsatz als ineffizient und für das Unternehmen bedrohlich.
Alle Maßnahmen, die nicht garantiert und ohne viel Aufwand erfolgreich sind,
werden mehr und mehr ausgeschlossen, einfach weil sie durch das neu etablierte
Raster der Rentabilität fallen. Das Kriterium der Rentabilität ersetzt den
genuin sozialen Gedanken. Das, was einst unabdingbar war, dass man auch dort zu helfen versucht, wo man wenig Chancen hat, all dieses Unabdingbare wird durch die Ökonomie zur Verschwendung und damit unnötig <<. (4)



V. Menschen die Erwerbslos sind haben ein stark höheres Krankheits- und Sterblichkeitsrisiko                          

>> Kausale Zusammenhänge zwischen Arbeitslosigkeit und Gesundheit sind seit vielen Jahren Gegenstand von Untersuchungen. Diskutiert werden Zusammenhänge in zwei Richtungen: Selektion und Kausalität. Selektion Diese Richtung bedeutet, dass chronisch erkrankte Personen ein erhöhtes Risiko haben, arbeitslos zu werden. In der Folge sind Menschen mit solchen Erkrankungen in der Gruppe der Arbeitslosen überrepräsentiert (Krankheit verursacht Arbeitslosigkeit). Solche Effekte können aus verschiedenen Gründen auftreten

Kündigung wegen vermehrter Arbeitsunfähigkeit (4) erschwerter
Wiedereinstieg, insbesondere bei Behinderung (5, 6)
geringe berufliche
Qualifikation, die sowohl mit einem erhöhten Krankheitsrisiko als auch mit
verminderten Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbunden ist (7).

Kausalitätseffekt
Diese Richtung hingegen beschreibt, dass Arbeitslosigkeit selber zu einem Auslöser von Erkrankungen werden kann. Arbeitslosigkeit stellt einerseits eine schwere psychische Belastung für die Betroffenen dar, die besonders auf längere Sicht ein erhöhtes Erkrankungsrisiko mit sich bringt. Andererseits ist ökonomische
Armut eine wichtige Determinante von Gesundheit und Lebenserwartung – weil zum Beispiel gesunde Ernährung, Lebensumwelt, die Teilhabe an sozialen Aktivitäten und der Zugang zu medizinischer Versorgung vom Einkommen abhängen (8).



Resümee                                                                                                                                        
Während die Zusammenhänge zwischen Arbeitslosigkeit, Gesamtmortalität
und psychischen Erkrankungen durch Metaanalysen gut belegt sind, ist die
Datenlage zur Assoziation mit körperlichen Erkrankungen schwächer. Auch lassen
viele Studien keine Aussage darüber zu, ob es sich um gesundheitliche
Auswirkungen von Kurz- oder Langzeitarbeitslosigkeit handelt. Für die
berufliche Reintegration in Form von Qualifikationsmaßnahmen bedeuten diese
Erkenntnisse, dass Gesundheitsförderung ein integraler Bestandteil sein sollte.

 

Für die Politik ist eine wesentliche Schlussfolgerung, dass Arbeitslose eine
gesundheitliche Risikogruppe darstellen. Eine erfolgreiche Arbeitsvermittlung
und der Schutz beziehungsweise der Erhalt von Arbeitsplätzen fördert die
Gesundheit. Gesundheit und
Wohlbefinden von Menschen zu verbessern, die bereits in Langzeitarbeitslosigkeit sind, verspricht einen Nutzen, sowohl für die Förderung der Gesundheit als auch für die Verbesserung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Sowohl mit Hinblick auf das individuelle Leiden als auch auf gesellschaftliche und ökonomische Ziele scheint eine bessere gesundheitliche Versorgung und eine gezielte Gesundheitsförderung für langzeitarbeitslose Menschen dringend geboten.

Interessenkonflikt: Dr. Herbig und Prof. Angerer bekamen
Drittmittel für die wissenschafltliche Evaluation des Forschungsprojekts
AmigA-M vom BMAS/Job Center, München. Prof. Dragano erklärt, dass kein
Interessenkonflikt besteht <<. (5)

Quelle: a.a.O.



(1) http://www.medico.de/material/rundschreiben/2012/04/kritische-einsprueche-zum-world-health-summit/



(2) http://andreaskemper.wordpress.com/2013/10/08/oecd-starkste-bildungsbenachteiligung-in-usa-und-deutschland/

 

(3) http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/regierung-verweigert-sich-dem-kampf-gegen-lohndumping-a-897551.html

 

(4) http://www.aerzteblatt.de/archiv/125072/Gesundheitswesen-Aerztliche-Hilfe-als-Geschaeftsmodell



(5) http://www.aerzteblatt.de/archiv/145111/Gesundheitliche-Situation-von-langzeitarbeitslosen-Menschen?src=search

 

Ergänzend zur Arbeitsmarktpolitik: Hartz Vier demotiviert und stigmatisiert!
Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt eine Studie des Soziologen Prof. Klaus
Dörre von der Universität Jena. Er zeigt unter anderem, dass die Maximen des Förderns und Forderns überhaupt nicht greifen.
Quelle 1: SWR [Audio - mp3]
Quelle 2: Stellungnahme zu den Wirkungen von Hartz IV [PDF - 52.4KB]

Joachim Bauer

Selbststeuerung

Die Wiederentdeckung des freien Willens

Das große Sachbuch dieses Frühjahrs: Wie wir die Macht über unser Leben zurückgewinnen.

Höre auf deinen Bauch, folge deinen Gefühlen, vertraue auf deine Impulse. So der Tenor, in dem uns wissenschaftliche Bücher in den letzten Jahren darauf eingeschworen haben, unserem rationalen, abwägenden Denken nicht mehr die Bedeutung beizumessen, die ihm gebührt.

Joachim Bauers Selbststeuerung ist der lange überfällige Aufruf dazu, unsere auf Autopilot fahrenden Verhaltensweisen als das zu sehen, was sie sind: kurzsichtig und fehleranfällig. Studien zeigen: Seine Impulse kontrollieren und vorübergehende Anstrengungen auf sich nehmen zu können ist nicht nur die unabdingbare Voraussetzung für langfristige persönliche Erfolge und gute soziale Beziehungen. Die Fähigkeit zur Selbststeuerung schützt vor allem auch die Gesundheit, und erkrankten Menschen kann sie ein Heilmittel sein. Anstatt ständig den Reizen der Außenwelt zu folgen, sollten wir selbst entscheiden. Der freie Wille ist zurück, und das ist gut so. http://www.randomhouse.de/Buch/Selbststeuerung-Die-Wiederentdeckung-des-freien-Willens/Joachim-Bauer/e459395.rhd?mid=1&serviceAvailable=true#tabbox Stand Mai 2015

Wir kritisieren ...

Im Zweifel gegen den Patienten Wie unabhängig ist der MDK?

Patienten fühlen sich oftmals ungerecht behandelt, häufig kommt es zu Streitigkeiten bei bei der Frage, ob hilfebedürftige Menschen in die richtige Pflegestufe eingestuft werden oder wie lang Krankengeld bezahlt wird. Dabei sollen laut Gesetz die MDK-Gutachter unabhängig von den Krankenkassen sein.

Doch wie Recherchen des SWR-Pflegeexperten Gottlob Schober zeigen, sitzen viele hauptamtliche Kassenmitarbeiter in den Verwaltungsräten der medizinischen Dienste, in Rheinland-Pfalz sogar mehr als 20 Prozent. Was sagen die politisch Verantwortlichen dazu?

Experten sehen die Unabhängigkeit des medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) in Gefahr. REPORT MAINZ hat aufgedeckt, dass bundesweit hauptamtliche Kassenmitarbeiter in den MDK-Verwaltungsräten sitzen, teilweise sogar über 40 Prozent. Report Mainz,  4.2.2014  http://www.swr.de/zur-sache-rheinland-pfalz/pflege/-/id=7446566/did=12716912/nid=7446566/ta7hm1/index.html Autorengespräch: Die fragwürdigen Entscheidungen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung http://www.swr.de/report/autorengespraech/-/id=233454/did=12774420/nid=233454/1lskcc1/index.html

Profit statt Patientenwohl?

Film von Christian Jentzsch

Längst übernehmen große Konzerne wie Rhön, Helios, Sana und Asklepios flächendeckend ehemals kommunale oder kirchliche Kliniken und verändern damit die Krankenversorgung grundlegend.
Zunehmend werden auch Arztpraxen aufgekauft und zu profitablen
Gesundheitszentren ausgebaut. Private Zusatzversicherungen sollen zudem für eine bessere stationäre Versorgung sorgen – natürlich in den eigenen kommerziellen Kliniken. Das Ziel der großen Medizinkonzerne ist eindeutig: Die Gesundheitsversorgung soll Rendite einbringen. Patienten sind „Kunden”, es geht um „Stückkosten”.

Die Reportage berichtet über die dramatischen Folgen für Patienten, Ärzte und Pflegepersonal. Die medizinische Versorgung wird zu einem reinen Kostenfaktor. Bleibt eine Gesundheitssicherung auf gutem Niveau auch in Zukunft noch allen Bevölkerungsgruppen frei zugänglich?

Stand: 15.10.13 / (45 Min.) http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/wdr/131014-doku-profit100.html

Korruption im Gesundheitswesen

Ein Einfallstor für Korruption bietet die Regelungslücke für freiberufliche Ärzte. Hierunter fallen auch niedergelassene Ärzte. In seiner Entscheidung vom März 2012 hat der Bundesgerichtshof klargestellt, dass Vertragsärzte weder Amtsträger noch Beauftragte der gesetzlichen Krankenkassen seien und daher strafrechtlich wegen Bestechung nicht belangt werden können. http://www.transparency.de/Schlaglichter-Korruption-im-G.2311.0.html

Kranke Kassen

Wettbewerb auf dem Rücken der Patienten

Im Schnitt geht jeder Deutsche 17 Mal im Jahr zum Arzt. Die Kosten für Behandlung,Medikamente oder Heilmittel bezahlt eine Krankenversicherung, meist eine gesetzliche. Für alle Versicherten gilt das gleiche Versprechen: Egal ob jung oder alt, reich oder arm, gesund oder krank, die Solidargemeinschaft der gesetzlichen Krankenkassen ist für jeden da. Niemand wird aussortiert, jedem wird geholfen, wenn es medizinisch nötig ist. ZDFzoom will wissen, ob dieses Versprechen noch gilt.

Ausgesondert: Die Autoren zeigen, wie in den vergangenen zehn Jahren der politisch gewollte Wettbewerb das solidarische Krankenversicherungssystem zersetzt hat. Sie haben recherchiert, wie gesetzliche Krankenkassen Schwerkranke und deshalb besonders teure Versicherte aussondern. So decken die Autoren auf, wie die gesetzliche Krankenversicherung KKH-Allianz in einer geheimen Telefonaktion hunderte Versicherte dazu gedrängt hat zu kündigen.

 

http://www.zdf.de/ZDFzoom/Kranke-Kassen-26210622.html   (Dokumentation ZDF Februar 2013)

Die Pharma-Lüge - Wie Krankheiten erfunden werden!

 

Arte-Doku. 50 Prozent aller Medikamente nutzlos. https://www.youtube.com/watch?v=YuQ21ZWCLwc

Krankheiten nach Maß | Erfundene Krankheiten? 

(Dokumentation Arte 2010)

Bis in die 70er Jahre stellte die Pharmaindustrie Medikamente her, um Krankheiten zu heilen. Seitdem steht sie – zumindest teilweise – im Verdacht, dass sie auch Krankheiten schafft, um Medikamente zu verkaufen. Die in Forschung und Entwicklung getätigten Investitionen müssen sich nicht erst nach langer Zeit, sondern möglichst schnell rentieren – so fordert es eine kapitalistische Logik. Ob es sich um überhöhte Cholesterinwerte, Depressionen, bipolare Störungen oder Impotenz handelt – die Dokumentation versucht herauszubekommen, inwieweit Pharmabetriebe Strategien verfolgen, die Menschen in Kranke – das heißt in Medikamentenverbraucher – verwandeln. Dabei werden Mediziner und Gesundheitsbehörden zu mehr oder weniger
passiven Komplizen dieser Methoden.
Schenkt man den Aussagen
des Films Glauben, scheint die bewusste Förderung von Krankheiten, im
Fachjargon auch “Condition Branding” genannt, im Begriff zu sein, die moderne Medizin in ein riesiges Marketingunternehmen zu verwandeln, in dem die Wissenschaft in den Dienst der Industrie und nicht mehr in den der Patienten gestellt wird.                                                               
Orginaltitel: “Krankheiten nach Maß” (Dokumentation Arte 2010)
ARTE Frankreich, 2010, 52 Minuten, Erstausstrahlung: 08.11.2011         
Quelle: http://www.videogold.de/?s=gesundheit

Abzocke im Gesundheitswesen | Odysso – Wissen Entdecken (Dokumentation)

 

Kaum eine Berufsgruppe verteidigt Ihre Pfründe so erfolgreich wie die Ärzteschaft. Rund eine Milliarde Euro mehr Honorar bekommen die Ärzte im kommenden Jahr nach Berechnungen der Gesetzlichen Krankenversicherungen. Während wir Beitragszahler Abstriche hinnehmen müssen durch die steigenden Beiträge, verdienen viele Mediziner nach kräftigen Honorarsteigerungen in den zurückliegenden Jahren damit nochmals deutlich mehr. Abzocke im Gesundheitswesen | Odysso – Wissen Entdecken (Dokumentation SWR):

Quelle:http://www.videogold.de/abzocke-im-gesundheitswesen-odysso-wissen-entdecken-dokumentation/

 

Äußerungen geben immer die Positionen und Auffassungen der Ursprungsquelle wieder: Das Institut für Ernährung & Gesundheitsmanagement macht sich Positionen und Äußerungen aus verlinkten Artikeln, Berichten oder Dokumentationen nicht zwingend zu eigen. Sie sollen aber immer zum Nachdenken anregen. (...)

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