Wir kritisieren die fehlerhafte Diagnostik...

Krank durch Früherkennung
Wenn Gesunde zu Patienten werden
Dokumentation

 

"Wer sich für gesund hält, der ist nur noch nicht gründlich genug untersucht." Was als Ärztewitz daherkommt, ist leider bittere Realität: Allgemeine Gesundheits-Check-ups konnten in großen Studien kaum Nutzen zeigen. Im Gegenteil: Unnötige Untersuchungen produzieren nur neue Patienten.
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http://www.3sat.de/page/?source=/specials/3sat_thema/180900/index.html

 

Dr. Lasse Krogsböll, Uniklinik Kopenhagen: "Allgemeine Gesundheits-Checkups konnten in großen Studien keinen Nutzen zeigen."

 

Die Vorsorgeuntersuchungen werden immer besser und genauer. Schon minimale Abweichungen von der Norm fallen auf. Auch bei Gewebeuntersuchungen im Rahmen der Krebsvorsorge werden abnorme Zellen gefunden, die vielleicht niemals oder erst nach Jahrzehnten krank machen würden. Ärzte des renommierten US-National Cancer Instituts weisen 2013 auf diesen Zusammenhang hin. Unter dieser Hiobsbotschaft "Krebs" würden die Onkologen auch Befunde versammeln, die unbehandelt nicht zum Tod führen würden. Die Verwendung des Begriffs "Krebs" sei in diesen Fällen unangebracht, so die Forscher. Die US-Wissenschaftler weisen darauf hin, dass die Vorsorge Vorstufen von Krebs erkennen könne, die nie in Erscheinung getreten wären. Diese "ungefährlichen Wucherungen" müssten auch nicht oder noch nicht behandelt werden.

Knapp drei Millionen Deutsche haben verschreibungs-pflichtige Medikamente genutzt, um am Arbeitsplatz leistungsfähiger zu sein oder um Stress abzubauen. Das geht aus dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport „Update: Doping am Arbeitsplatz“ hervor. Ein zentrales Ergebnis: Die Anzahl der Arbeitnehmer, die entsprechende Substanzen schon zum Doping missbraucht haben, ist in den vergangenen sechs Jahren stark gestiegen – von 4,7 auf 6,7 Prozent. Vor allem Beschäftigte mit einfachen Tätigkeiten oder unsicheren Jobs gehören zu den Risikogruppen für den Medikamentenmissbrauch.

http://www.dak.de/dak/bundesweite_themen/Gesundheitsreport_2015-1585966.html

Wer ist noch normal? Immer mehr Kinder werden als psychisch krank abgestempelt

Gestresste Kinder, gestresste Eltern - immer öfter werden schon die ganz Kleinen zum Psychologen geschickt. Und schon jetzt schlagen Experten Alarm: An Pfingsten kommt ein neuer Diagnosekatalog auf den Markt. Ein paar Symptome reichen aus, um als Kind bereits als psychisch krank zu gelten und Psychopharmaka verabreicht zu bekommen. Und diese können für Kinder zu besorgniserregenden Langzeitfolgen führen. Von: Natalie Amiri, Marie von Mallinckrodt Stand:
07.05.2013
http://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/dossiers-und-mehr/kinder-beim-psychologen100.html 

 

Wer ist noch normal:Immer mehr Kinder werden
als psychisch krank abgestempelt

Zu gestört für die Schule

Jedes Kind hat ein Recht auf Schule. Dennoch werden bereits Grundschulkinder von der Schule ausgeschlossen oder dürfen nur wenige Stunden pro Woche am Unterricht teilnehmen. [mehr zu: Zu gestört für die Schule]

4.3.2014 | Das Erste http://www.swr.de/report/

Paul Verhaeghe

"Und ich? Identität in einer durchökonomisierten Gesellschaft"

Paul Verhaeghe beschreibt in seinem Buch "Und ich? Identität in einer durchökonomisierten Gesellschaft", dass Leistungsstreben, Individualismus und Jugendkult dem Wunsch nach Gemeinschaft und Solidarität entgegenwirken. Seine Lösung: Dringend sei eine kritische, liberale Bewegung nötig, die an die tatsächlichen Bedürfnisse der Menschen anknüpfe.http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/2250333/

Fit und Gesund

"Dieses´Wirtschaftssystem zerstört unsere Menschlichkeit"                                                 
"Die krankhafte Profitgier der Aktionäre und die Idee vom survival of the fittest führen in die Irre und machen uns krank", so Psychologie Professor Paul Verhaeghe in seinem Buch "und ich?". Es ist in den Niederlanden ein Bestseller geworden – nun erscheint es auch auf Deutsch. Stand: Sept. 2013 http://www.hr-online.de/website/radio/hr info/index.jsp?rubrik=78403&key=standard_document_49404415

http://www.kunstmann.de/titel-1-1/und_ich-956/ http://de.paulverhaeghe.com/books.html#foot

Operieren bis zum Tode

In den letzten Wochen ihres Lebens werden viele Patienten noch einmal aufwändig operiert – obwohl keine Aussicht auf Heilung besteht. Dahinter stecken offenbar oft ökonomische Motive. [mehr zu: Operieren bis zum Tode ]

4.3.2014 | Das Erste http://www.swr.de/report/

Vorsicht Operation!

In keinem Land der Welt werden so viele künstliche Knie- und Hüftgelenke eingesetzt und so viele Herzkranzgefäße aufgedehnt wie in Deutschland.*** Rückenoperationen werden hierzulande dreimal so häufig durchgeführt wie in England und doppelt so häufig wie in Frankreich.

Quelle: DasErste  Januar 2013

Der überflüssige Mensch - von Ilija Trojanow

Ein Essay zur Würde des Menschen im Spätkapitalismus. Wer nichts produziert und nichts konsumiert, ist überflüssig - so die mörderische Logik des Spätkapitalismus. Überbevölkerung sei das größte Problem unseres Planeten - so die internationalen Eliten. Doch wenn die Menschheit reduziert werden soll, wer soll dann verschwinden, fragt Trojanow in seiner humanistischen Streitschrift wider die Überflüssigkeit des Menschen. In seinen eindringlichen Analysen schlägt er den Bogen von den Verheerungen des Klimawandels über die Erbarmungslosigkeit neoliberaler Arbeitsmarktpolitik bis zu den massenmedialen Apokalypsen, die wir, die scheinbaren Gewinner, mit Begeisterung verfolgen.
Doch wir täuschen uns: Es geht auch um uns. Es geht um alles.

http://www.jpc.de/jpcng/books/detail/-/art/Ilija-Trojanow-Der-%FCberfl%FCssige-Mensch/hnum/1466684  http://www.ilija-trojanow.de/buecher.cfm

Psychiatrie als „Polizey-Wissenschaft“

 

Die Logik, nach der diese Gesellschaft im Umgang mit den in eine
abseitige Position gedrängten Menschen verfährt, erinnert an eine Geschichte, die während der Blütezeit der Anti-Psychiatrie im Umlauf war: Ein Mann besucht einen Angehörigen in einem psychiatrischen Krankenhaus. Er schaut aus dem Fenster und sieht Männer, die mit Motorsägen Bäume fällen. „Warum werden diese wunderbaren alten Ulmen gefällt“, fragt er einen Arzt, der ihm auf dem Gang begegnet. „Wir müssen Platz schaffen für einen Erweiterungsbau“, erwidert dieser.
„Warum müssen Sie erweitern?“, fragt der Besucher weiter. „Es werden heutzutage viele Menschen verrückt“, erläutert der Arzt. „Warum werden sie verrückt“, fragt der Besucher weiter und der Arzt antwortet. „Weil Ulmen gefällt werden.“



http://www.nachdenkseiten.de/?p=15917#more-15917

Januar 2013

Kostendämpfer des Tages:
Verfassungsgericht

Wer chronisch krank ist, wird zur finanziellen Belastung für das Gemeinwesen. Deshalb ist es in Ordnung, wenn sich eine Krankenkasse weigert, nicht verschreibungspflichtige Medikamente zu bezahlen – auch wenn der Arzt das Mittel verordnet hat. So der Tenor einer aktuellen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. »Die gesetzlichen Krankenkassen sind nicht von Verfassungs wegen gehalten, alles zu leisten, was an Mitteln zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit verfügbar ist«, teilte Karlsruhe gestern mit. »Zumutbare Eigenleistungen können verlangt werden.«

*** Die Zweiklassenmedizin bekommt Verfassungsrang.

Quelle: junge Welt       Januar 2013

 

 

Äußerungen geben immer die Positionen und Auffassungen der Ursprungsquelle wieder: Das Institut für Ernährung & Gesundheitsmanagement macht sich Positionen und Äußerungen aus verlinkten Artikeln, Berichten oder Dokumentationen nicht zwingend zu eigen. Sie sollen aber immer zum Nachdenken anregen. (...)

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