Der überflüssige Mensch - von Ilija Trojanow

Ein Essay zur Würde des Menschen im Spätkapitalismus. Wer nichts produziert und nichts konsumiert, ist überflüssig - so die mörderische Logik des Spätkapitalismus. Überbevölkerung sei das größte Problem unseres Planeten - so die internationalen Eliten. Doch wenn die Menschheit reduziert werden soll, wer soll dann verschwinden, fragt Trojanow in seiner humanistischen Streitschrift wider die Überflüssigkeit des Menschen. In seinen eindringlichen Analysen schlägt er den Bogen von den Verheerungen des Klimawandels über die Erbarmungslosigkeit neoliberaler Arbeitsmarktpolitik bis zu den massenmedialen Apokalypsen, die wir, die scheinbaren Gewinner, mit Begeisterung verfolgen.
Doch wir täuschen uns: Es geht auch um uns. Es geht um alles.

http://www.jpc.de/jpcng/books/detail/-/art/Ilija-Trojanow-Der-%FCberfl%FCssige-Mensch/hnum/1466684  http://www.ilija-trojanow.de/buecher.cfm

Psychiatrie als „Polizey-Wissenschaft“

 

Die Logik, nach der diese Gesellschaft im Umgang mit den in eine
abseitige Position gedrängten Menschen verfährt, erinnert an eine Geschichte, die während der Blütezeit der Anti-Psychiatrie im Umlauf war: Ein Mann besucht einen Angehörigen in einem psychiatrischen Krankenhaus. Er schaut aus dem Fenster und sieht Männer, die mit Motorsägen Bäume fällen. „Warum werden diese wunderbaren alten Ulmen gefällt“, fragt er einen Arzt, der ihm auf dem Gang begegnet. „Wir müssen Platz schaffen für einen Erweiterungsbau“, erwidert dieser.
„Warum müssen Sie erweitern?“, fragt der Besucher weiter. „Es werden heutzutage viele Menschen verrückt“, erläutert der Arzt. „Warum werden sie verrückt“, fragt der Besucher weiter und der Arzt antwortet. „Weil Ulmen gefällt werden.“



http://www.nachdenkseiten.de/?p=15917#more-15917

Januar 2013

 

Äußerungen geben immer die Positionen und Auffassungen der Ursprungsquelle wieder: Das Institut für Ernährung & Gesundheitsmanagement macht sich Positionen und Äußerungen aus verlinkten Artikeln, Berichten oder Dokumentationen nicht zwingend zu eigen. Sie sollen aber immer zum Nachdenken anregen. (...)

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